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Ab etwa dem 8. Jahrhundert hat die katalanische Entstehung begonnen. Der erste Graf wurde bestimmt und es entwickelten sich immer mehr
katalanische Grafschaften, die sich zu größeren Einheiten zusammenfügten. Von ihren Lehnsherren haben sich die
Grafschaften im Zuge der Selbstverteidigung gegen die Araber im Zeitraum 986 - 988 befreit. Zu dieser Zeit erstreckte sich Catalunya bereits bis unterhalb Barcelonas und bis zu den Höhenzügen des
Llobregat. Durch die hervorragende Führung des Grafen von Barcelona wurden die Katalanen Mittler zwischen dem karolingischen Europa und dem Islam. Im zehnten Jahrhundert konnte man in Catalunya Ausbildungen in Mathematik und Astronomie erhalten. Die Kunstepoche der
südwesteuropäischen Romanik ging im 11 Jahrhundert von Catalunya aus.
Bereits im Spätmittelalter entwickelten katalanische Städte bürgerliche
Verwaltungsstrukturen mit autonomer, gesetzlicher Grundlage. Die Stadträte wurden durch die Bürger und das Volk gewählt. Das erste Seegesetzbuch Europas entstand im "Rat der Hundert" in Barcelona. Durch Heirat wurde aus der einstigen Grafschaft die
katalanisch-aragonesische Krone, welche keine absolute Monarchie darstellte, denn die königliche Macht wurde durch die verschiedenen Institutionen parlamentarischer Prägung eingeschränkt.
Lange Zeit war Kastilien darauf aus, sich diese Region Untertan zu machen. Nach 14monatiger Belagerung der französisch-spanischen Armee, ergibt sich Barcelona am 11. September 1714.
Die Katalanen ertrugen seitdem viel Unterdrückung und Fremdbestimmung, haben ihre Wurzeln jedoch nie vergessen und feiern den 11.09. jedes Jahr als Nationalfeiertag.
Einerseits, um zu zeigen: So lange haben wir der Belagerung standgehalten und
andererseits, als Erinnerung: Wir Katalanen sind ein eigenständiges Volk, mit einer bürgerlich orientierten Staatsführung, einer eigenen Sprache sowie einer eigenen Geschichte. |